Ideale Vorbereitung auf die Selbständigkeit
Viele Existenzgründer sind von Ihrer Geschäftsidee so sehr überzeugt, dass sie vergessen sich vernünftig auf die Selbständigkeit vorzubereiten. Unvorbereitet zu sein bedeutet aber ein unkalkulierbares Risiko und oft Erfolglosigkeit.
Im Folgenden werde ich ein paar Hinweise auf die richtige Vorbereitung in die Selbständigkeit geben.
Ein Gründungswilliger muss nun nicht alles von Grund auf beherrschen. Vieles lernt man im Verlauf der Selbständigkeit. Für einiges zahlt man Lehrgeld, für anderes nicht. Damit nun aber nach der Gründung nicht direkt die Katastrophe ist die richtige Vorbereitung der richtige Weg.
Wenn Sie einem Bekannten oder einem Freund erzählen, dass Sie sich selbständig machen wollen, dann kommt sehr wahrscheinlich folgende Frage:
Beantworten Sie folgende Frage “Womit machst du dich denn Selbständig?” in wenigen Sätzen.
Auf diese Frage sollten Sie eine passende Antwort haben. Einen 10 Minuten – Vortrag über Ihre Ideen überzeugt ersteinmal keinen. Sie müssen im Stande sein kurz und knapp eine Beschreibung zu liefern.
Wenn jemand die Gründer von Google gefragt hätte, dann hätten diese sicher geantwortet “Wir wollen eine Suchmaschine erschaffen, die das findet, was der Suchende finden möchte.” Kurz und knapp. Mittlerweile hat Google neben der Suchmaschine viele Geschäftsbereiche. Die obige Antwort war aber der ursprüngliche Plan.
Wo ist Ihr Markt? An wen wollen Sie Ihr Produkt verkaufen?
Ich möchte an alle verkaufen. Jeder kann mein Produkt meine Dienstleistung kaufen. Das hört man oft, aber ein Selbständiger wird das in der Praxis selten bis nie erreichen. Seien Sie Experte und vermitteln Sie nach außen ein klares Bild über Ihre Dienstleistung / über Ihr Produkt.
Die Eierlegende Wollmilchsau nimmt Ihnen der Kunde nicht ab. Möchte ich einen Maler, dann werde ich stutzig, wenn dieser mir auch das Dach decken möchte. (Abgesehen davon, dass er das wahrscheinlich auch nicht machen darf)
Schreiben Sie einen Businessplan
Die Erstellung und das Schreiben eines Businessplanes ist im Grunde die Planung der Selbständigkeit, aber auch die Selbstkontrolle. Für die Einholung von Krediten und Zuschüssen ist der Businessplan ein Muss, aber auch für den Existenzgründer selbst ist der Businessplan eine gute Möglichkeit die eigene Planung auf das Papier zu bringen.
Auf den Webseiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie finden Sie Hinweise zur Erstellung eines Businessplanes und außerdem kostenlose Anwendung zum Thema Businessplan, Zeitplanung und Controlling. http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/index.php
Wenn Sie Ihren Business-Plan erstellt haben, lassen Sie diesen von Freunden und Verwandten überprüfen. Reagieren Sie auf deren Anregungen. Die IHK bietet an Ihren Businessplan zu überprüfen. Das kostet zwar ein paar Euro, lohnt sich aber, denn man bekommt eine neutrage Außenmeinung.
Erstellen Sie professionelle Geschäftsunterlagen
Hier streiten sich manchmal die Geister. Meiner Meinung nach gehört zur Selbständigkeit auch ein professioneller Auftritt auf den Markt. Somit sollte man Zeit, Energie und wenn von nöten auch Geld in die Erstellung der Geschäftsunterlagen setzen.
Sie benötigen eventuell ein Logo, Visitenkarten und Briefpapier. Verzichten Sie auf die Standardvorlagen aus Word und Excel. Suchen Sie sich professionelle Hilfe. Das Design der Geschäftsunterlagen wird je nach Werbeagentur um die 700,00€ kosten. Dafür sollten Sie die Vorlagen Druckfertig bekommen und die Originaldateien aus der jeweiligen Design-Software.
Entsprechende Dateien können Sie dann direkt zur Druckerei geben. Wenn Sie sparen wollen, dann können Sie das nun beim Druck tun. Über eine Internetdruckerei sparen Sie meist 50 – 90% vom Preis der regionalen Druckerei. Die Qualität ist nach meiner Erfahrung für Standardprodukte wie Visitenkarten und Briefpapier gut bis sehr gut. Druckkosten für ein Startset aus 500 Visitenkarten auf Premiumpapier (ca. 60,00€ netto) und 1.000 Blatt Briefpapier (ca. 50,00€) betragen also ca. 110,00€ und sind schnell gedruckt.
Was können Sie ?
Als Unternehmensstarter müssen Sie potenzielle Kunden von Ihren Fähigkeiten überzeugen. Das können die Referenzen bisheriger Kunden sein, oder Arbeitsproben, die Sie potenziellen Kunden aufzeigen können.
Das ist kein Muss, aber es erleichtert doch den Start.
Was muss ich alles nicht machen?
Sie sollten es gar nicht versuchen alles selbst zu machen. Viele Selbständige investieren sehr viel Zeit in Tätigkeiten, die Sie besser an andere abgeben sollten. Darunter leidet oft die Qualität der Arbeit, aber auch die Lebensqualität des Selbständigen.
Kalkulieren Sie bei jeder Aufgabe, die nicht direkt Ihre Selbständigkeit beschreibt, den Zeitaufwand und multiplizieren Sie diesen mit dem Stundensatz, den Sie Ihren Kunden berechnen. Vergleichen Sie diesen Preis nun mit externen Dienstleistern.
Beachten Sie, dass Sie bei bestimmten Aufgaben bessere Qualität einkaufen können, als Sie sie selbst je abliefern könnten. Konzentrieren Sie sich auf Ihr Hauptgeschäft.
Meist lohnt sich das Outsourcing von Aufgaben gerade bei dem Steuerberater.
Fazit
Eine Vorbereitung kann nie perfekt sein. Ich hoffe ich konnte Ihnen kleine Anreize liefern in die richtige Richtung zu denken.
Planen Sie ausführlich und besprechen Sie diese Planungen mit Freunden und Verwandten. Nutzen Sie die Möglichkeit Ihren Businessplan von der IHK überprüfen zu lassen.
Tags: business plan, existenzgründung, startup









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