Fakturierungssoftware im Test: Lexlive von Lexware mit Video
Lexlive ist ein Online-Portal von Lexware. Zielgruppe sind vor allem kleine Unternehmen. Ideal ist die Software wohl im Umfeld von Einzelkämpfern.
Das komplette Programm ist im Web. Das heißt, dass Sie keine Anwendung auf Ihrem Rechner installieren müssen. Ein PC mit Internetanschluss und ein gängiger Browser (Internet Explorer, Firefox, Opera und Safari sollen laufen) genügen.
Alle eingegebenen Daten werden so auf den Servern von Lexware gespeichert.
Teil 1 von 2 des Videoreviews:
Teil 2 von 2 des Videoreviews:
Bedienung
Die Bedienung ist denkbar einfach. Innerhalb weniger Minuten findet man sich perfekt im Programm zurecht. Soll eine Rechnung geschrieben werden, wird der entsprechende Dialog angeklickt. Es erscheint dann schon ein virtuelles Rechnungsformular. Ein weiterer Klick ins Adressfeld und schon kann der Kunde eingegeben werden. Handelt es sich um einen Neukunden, wird dieser durch den Dialog auch schon angelegt. Die Kundennummer wird dabei automatisch ausgefüllt.
Dann schnell die Produkte und deren Preise eintippen und fertig ist die Rechnung. Einmal eingegebene Produkte werden hierbei direkt als Artikel angelegt. Leider wird hier stets nur der letzte Preis gespeichert.
Wenn ich nun zwei Kunden habe, die ständig den gleichen Artikel kaufen, aber dennoch untereinander unterschiedliche Preise haben, dann kann das etwas nerven. Schön wäre es, wenn hier kundenspezifische Preise gespeichert werden könnten. Diese Funktionalität ist aber generell selten bis nie zu finden.
Weiterverarbeitung
Nach Abschluss der Rechnung kann diese entweder direkt per Email verschickt oder aber ausgedruckt werden. Zum Ausdruck wird immer eine PDF erstellt, die dann geöffnet und gedruckt werden muss. Wählt man den Versand per Email, so gilt zu beachten, dass Lexware bzw. Lexlive hier keine Funktionalität zum digitalen Signieren der Rechnung an die Hand gibt. Dadurch ist die Rechnungszustellung per Email nicht gesetzeskonform. Eine Rechnung muss dann in jedem Fall nocheinmal auf dem Papierweg zugestellt werden. Theoretisch zumindest.
Jeder Kunde hat leider nur einen Zugang, der wiederum alle Rechte hat. Leider kann man Mitarbeiter keinen Zusatzaccount erstellen. Hier verdichtet sich die Annahme, dass Lexware wirklich auf die Einzelkämpfer abzielt.
Speicher
Eine Speicherbegrenzung gibt es bei Lexlive offensichtlich nicht. Kunden, Artikel und auch Dokumente wie Rechnungen, Angebote usw. lassen sich scheinbar in unbegrenzter Zahl anlegen und speichern.
Datensicherheit
Der Datenaustausch zwischen dem Benutzer und Lexware / Lexlive erfolgt über eine 128 Bit SSL-Verschlüsselung. Das gilt auch heute noch als sicher.
Lexware selbst sichert zu, dass die eingegebenen Daten in keiner Form ausgewertet werden.
Bezüglich der Mindestverfügbarkeit sichert Lexware eine Verfügbarkeit von 98,5% während der Servicezeiten zu. Wird dieser Wert überschritten gibt es Preisnachlässe von 10 – 20% und bei grober Überschreitung ein Sonderkündigungsrecht und Schadensersatzmöglichkeiten.
Import und Export der Daten
Generell ist kein Import oder Export der Daten vorgesehen. Lediglich eine Schnittstelle zum Steuerberater wurde offen gehalten. Hier kann entweder ein Kassenbuch ausgedruckt werden oder dem Steuerberater direkt der Zugriff gewährt werden. Auf Knopfdruck natürlich.
Fazit
Die Lösung erscheint generell durchdacht und ist für den Kleinunternehmer sicher eine brauchbare Alternative zu anderen Lösungen und bei weitem besser, als seine Rechnungen mit Word oder Excel zu erstellen.
Aktuell ist die Software noch kostenlos, aber ab Anfang 2010 wird die Lösung 4,95€ im Monat kosten. Das ist allerdings vergleichsweise wenig.
Ein fader Beigeschmack bleibt. Die fehlende Export-Funktion verhindert den Wechsel zu anderen Lösungen. Ist man also später unzufrieden mit dem Produkt oder möchte aufgrund gewachsener Anforderungen eine größere Lösung benutzen, so kommt man leider nicht an seine Daten.
Da die Anwendung bis zum Jahresende noch kostenlos ist können Sie gerne selbst testen.
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