Was die soziale Suche für Unternehmen bedeutet

Bing und Google haben es kürzlich angekündigt. Partnerschaften mit Twitter und Facebook wurden geschlossen, um eine soziale Suche in Echtzeit zu ermöglichen.

Viele würden jetzt meinen, dass das für den einzelnen Unternehmer doch ein eher unwichtiges Detail ist. Wenn eine Information online ist, dann wird Sie schon gefunden. Und was soll mich diese Implementation von Twitter und Facebook in die Suchmaschinen dieser Welt angehen.

Bisher sind keine technischen Details bekannt und wahrscheinlich werden Sie auch nie bekannt werden, aber für das Marketing im Netz könnten sich daraus neue Chancen und neue Herausforderungen ergeben.

Die Nachrichten, die wir auf diesen sozialen Plattformen hinterlassen werden von Bing und Google gefunden. Und eben diese Nachrichten sind keine Inhalte von Unternehmenswebseiten, Wikipedia, Nachrichtenseiten oder aus Blogs. Diese kleinen Stücke des “sozialen Kapitals”; diese Worte werden nun von Bing und Google in die Suchergebnisse eingebaut. Vielleicht ein bisschen, vielleicht ein bisschen mehr.

Eines ist wohl sicher. Wenn nun ein sehr populärer Tweet (Nachricht auf Twitter) sich durch Retweet und Verlinkungen verbreitet, so wäre es durchaus denkbar, dass entsprechender Tweet die Suchergebnisse der Suchmaschinen durcheinanderbringt, ja vielleicht sogar an die Spitze gelangt. Nehmen wir an, dass einer der Twitterianer herausgefunden hat, dass der neue 7er BMW mit Wasserstoff fährt. Er twittert es. Im Zuge verbreitet sich diese Nachricht in der sozialen Welt bzw. auf dem sozialen Kontinent des Internets. Dann sind die Suchmaschinen doch schon fast in der Pflicht eben diesen Tweet sehr weit vorne bei den Suchmaschinenergebnissen stehen zu lassen.

Bisher war es doch in Grundzügen wie folgt: Wie hoch eine Website in den Suchergebnissen gestellt wird hängt im Groben von der Anzahl der Links auf eben diese Webseite und dem Alter der Links ab. (Ich bin mir bewusst, dass das stark vereinfacht dargestellt wird). Nun kommt noch der Einfluss der sozialen Medien hinzu. Und dieser Einfluss der sozialen Medien könnte am Ende vielleicht etwas zu groß sein.

Die Zukunft der Suchmaschinen wird nun wahrscheinlich so aussehen, dass der relevanteste Inhalt zu einer Suche diese sozialen Trends mit einbezieht. Wenn Sie nun folgende Suche anstellen “Günstiges Hotel Hamburg”, dann wird in Zukunft vielleicht nicht mehr der Link zu dem günstigsten Hotel auftauchen, welches eben für diese Suchworte das beste Suchmaschinenranking bekommen hat, sonder vielleicht einen Link, von dem jemand über Facebook oder Twitter berichtet hat. Vielleicht wird aber auch nur ein aktueller Tweet über eben ein Hotel in Hamburg angezeigt.

Dieser Umstand ist vielversprechend aber auch problematisch. Vielversprechend, da die Menschen Freunden und Bekannten immer mehr vertrauen als Fremden. Somit könnte ein Tipp aus den sozialen Netzwerken auch tatsächlich zum besten Suchergebniss führen.

Problemtisch dennoch, weil es sicher auch niedrige Qualität in die Suchmaschinen einstreut. Die sozialen Medien sind an zu vielen Ecken und Kanten oft noch Spaßgesellschaften. Das könnte zum Problem werden.

Was diese sozialen Medien nun für Unternehmen bedeuten ist folgendes: Wenn Sie nicht jetzt beginnen ein Netzwerk aus Freunden, Fans und Followers zu bilden, dann ist Ihr Unternehmen, Ihre Marke für die sozialen Medien gestorben; und vielleicht auch bald für die Suchmaschinen. Das man mit diesen sozialen Medien eben auch als kleines Unternehmen Geld verdienen kann, werde ich noch an anderer Stelle beschreiben. Aber für heute bzw. eher für morgen gilt es Ihre Suchmaschinenposition zu festigen oder diese sogar zu verbessern.

Vielleicht wird es gar nicht so hart kommen wie ich es beschrieben habe. Bing und Google haben vielleicht viel kleinere Pläne, obgleich ich meine, dass ich die potenziellen Pläne schon als sehr klein bewertet habe. Aber wenn es nur ein bisschen so kommt, wie ich es erwarte, dann könnte das Nichtdasein in sozialen Netzwerken wirklich negative Auswirkungen auf die Suchmaschinenergebnisse bedeuten.

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Kommentare: 2

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  • Guter Artikel, Fyn-Hendrik!

    Ich finde den Einzug der Echtzeit-Suche sehr spannend und bin gespannt, wie es unser Suchverhalten beeinflussen wird. Unter dem Gesichtspunkt könnte auch die Erklärmaschine Twick.it doch noch mehr als nur “witzig” werden. Das Thema Trend-Monitoring haben wir ausführlich in unserem Blog beschrieben. Über dein Feedback würde ich mich freuen.

     
     
     
  • Vielen Dank. Nach wie vor stehe ich Twick.it etwas gespalten gegenüber. “Witzig” ist vielleicht nicht das richtige Wort.

    Die Thematik des Trendmonitoring finde ich aber durchaus interessant. Der Fokus liegt bei Twick.it offensichtlich auf der Verbreitung von Wissen. Ein Link zu weiterführenden Infos kann man zwar angeben, die Benutzer von Twick.it bewerten aber die Info direkt und nicht den Link zu weiterführende Informationen.

    Die 140-Zeichen-Info bewertet also keine Links. So wird zwar ein Trend erfasst, dieser Trend ist aber in Anbetracht der sozialen Suche nicht wirklich stark von der Bedeutung.

    Ich bin allerdings noch nicht am Ende meiner Überlegung. Momentan sehe ich das allerdings wie oben beschrieben.

     
     
     
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