Mit Mikro-Business im Internet Geld verdienen

Gestern hatte ich eine interessante Unterhaltung. Es ging darin im Grunde um etwas, was ich platt als “Mikro-Business” betiteln würde. Es geht konkret darum, wie man im Internet mit Kleinvieh Geld verdienen kann.

Dazu möchte ich etwas weiter ausholen.Das Internet ermöglicht im Grunde jeden Menschen, der eben einen Internetanschluss hat, Geschäfte zu tätigen. Ob es der reine Einkauf ist, der Verkauft von Artikeln über eine Auktionsplattform oder die bezahlte Beantwortung von Meinungsforschungen. Die Möglichkeiten sind zahlreich vorhanden. Viele haben es vielleicht in der einen oder anderen Form schon probiert.

Nun… Gestern sprach ich mit einem früheren Klassenkameraden von mir. Während der Schulzeit war er begeistert von der Möglichkeit beim surfen Geld zu verdienen. Er hatte stets die maximale Anzahl von möglichen “Surfbars” installiert und verdiente sich damit ein kleines Taschengeld nebenbei. An Summen konnten wir uns beide nicht mehr erinnern, aber er schaffte es wohl dank Internetsucht und ISDN-Flatrate stets auf 30 – 50,00 DM im Monat.

Heute ist die Situation eine andere. Surfbars, die einen für das nackte Surfen im Internet bezahlen, gibt es faktisch eigentlich nicht mehr. (Gerne lasse ich mich belehren, aber ich habe seit Ewigkeiten nichts mehr von solchen Geschäftsmodellen gehört)

Trotzdem wollte mein Bekannter weiter im Internet Geld verdienen. Dazu hat er sich sogar Selbständig gemacht. Als Kleinunternehmer ist er im Internet tätig und generiert durch seine Mikro-Business-Modelle Einnahmen von ca. 1.000,00€ im Monat. Und das neben dem eigentlichen Hauptberuf. Sein Modell ist weder komplex noch einzigartig.

Ein Mikrobusiness bringt ein kleines Taschengeld. Viele Modelle dieser Art generieren in der Summe einen schönen Nebenverdienst.

Nun möchte ich aber etwas konkreter werden. Den Start machte für meinen Bekannten eigentlich eine private Internetseite. Irgendwie eine Mischung aus Blog und Internetseite. Er veröffentlichte dort primär für Freunde Anleitungen technischer Spielereien. Das waren dann vielleicht der Aufbau und die Konfiguration einen Fileservers oder den Bau einer Funkübertragungstechnik für Daten (WLAN gab es damals eigentlich noch nicht und die Variante über CB-Funk finde ich noch heute genial.)

Irgendwann erkannte er, dass seine Internetverbindung etwas zu langsam wurde. Aber warum? Seine Internetseite lief auf seinem eigenen Server, bei ihm zu hause. Die Besucherzahlen waren mittlerweile so hoch, dass seine Internetleitung glühen würde, wenn sie es gekonnt hätte. Er zog also auf einen bezahlten Hoster um. Irgendwas bei 5,00€ im Monat hat ihn das gekostet. Geld, welches er nicht selbst aufbringen wollte. Also schaltete er Werbung. Sehr dezent, aber auch charmant. Um die 30,00€ erwirtschaftete die Seite ab dem Zeitpunkt. Aktualisierungen gibt es eigentlich fast nie. Man kann also schon fast von einem passiven Einkommen sprechen.

Das war der Anstoß für seine Überlegungen einfach mehrere solcher Mini-Verdiener zu erschaffen. Und das tat er dann auch.

Es ist doch im Grunde auch ganz einfach und viele machen es bereits. Im Folgenden nenne ich ein paar Ideen für Ihr Mikro-Business. Und ja… Ich verliebe mich aktuell in das Wort Mikro-Business

1.) Günstige Produkte zum Wiederverkauf im Einzelhandel kaufen

Wer kennt es denn nicht. Die Zeitung wird durchgeblättert und die örtlichen Discounter haben ein interessantes Produkt im Angebot. Nennen wir ein Beispiel. Aldi bewirbt eine externe Festplatte zu einem Preis, den ich über Preissuchmaschinen im Internet nicht unterbieten kann.

Folge: Ich kaufe alle Produkte auf und verkaufe diese mit einer kleinen Marge übers Internet. Der Trick besteht in der wirklich kleinen Marge. Wer 100% aufschlagen möchte, sollte andere Quellen suchen. Für kleine Verdienste ist dieses Modell aber auch geeignet. Mein Bekannter macht solche Geschäfte jeden Monat. Er investiert im Schnitt 1.000,00€ im Monat in solche Geschäfte und macht im Schnitt 7% Marge. Macht 70,00€ Gewinn im Monat.

Achtung: Solche Modelle überschreiten schnell die Grenze vom Kleinunternehmer zum Unternehmer. Nachteilig sollte das aber eigentlich nicht sein.

2.) Werbung und Links auf Webseiten und Blogs – Die Nische

Die Nische macht es. Irgendwie dumm, aber es ist so. Wer mit einer Webseite über LCD-Fernseher Geld verdienen möchte, der wird schnell erkennen, dass die Konkurrenz ziemlich groß ist.

Eine Webseite über einen LCD-Fernseher der Marke “Mustermarke” mit der Modellbezeichnung XKL9223 wird mehr Erfolg dabei haben Besucher vom großen Pott zu bekommen. Das Beispiel verspricht bei der schnelllebigen Zeit wahrscheinlich keinen langfristigen Erfolg. Aber andere Nischen tun es.

Das Potenzial einer solchen Seite kann man schwierig bestimmen. Wenn die Seite wirklich nur dafür gemacht wird einen Nebenverdienst zu generieren, dann sollten ca. 50,00€ im Monat für ein passiv geführtes Projekt möglich sein. Das schließt dann aber auch per Hand generierte Inhalte und den Verkauf von Links mit ein.

Ich selbst bin kein Fan von verkauften Links. Zumindest nicht auf meinem Blog. Nischenwebseiten ohne aktualisierte Inhalte können aber gerne als Huren für den Linkverkauf dienen.

Ach… Neben der Eingangs erwähnten Webseite betreibt mein bekannter noch weitere Webseiten mit statischem Inhalt und generiert in der Summe ca. 250,00€ im Monat aus diesem Bereich.

3.) Affiliate / SEM

Viele Partnerprogramme lassen Suchmaschinenmarketing zu. Konkret kauft man einen Werbeplatz innerhalb der Suchergebnisse von Suchmaschinen, verweist innerhalb dieses Links aber nicht auf ein eigenes Produkt, sondern auf ein fremdes Produkt. Kauft der Interessent das Produkt, so werde ich am Umsatz beteiligt.

Oberflächlich sieht die Rechnung dann wie folgt aus:

Kosten pro Klick (im Schnitt): 0,15€
Umsatzbeteiligung: 5,00%
Durchschnittsumsatz pro Kunde: 100,00€

3,3% der Besucher müssen das Produkt kaufen, damit sich der Deal lohnt. Sind es mehr komme ich damit in den Gewinnbereich. Sonst verliere ich Geld. Das Risiko spielt immer mit und in diesem Bereich sind viele Profis unterwegs. Das es trotzdem möglich ist in diesem Bereich Geld zu verdienen, zeigt mein Bekannter jeden Monat. Handverlesene Keywords sorgen bei Ihn für Gewinne von 200,00 bis 300,00€ im Monat, bei überschaubaren zeitlichen Einsatz.

Das Kostenrisiko ist in diesem Bereich beim falschen Riecher aber sicher auch enorm.

Fazit

Es gibt noch zahlreiche Ideen solcher Art. Nur umsetzen muss es jeder für sich, wenn er denn will. Das größte Problem sehe ich darin begründet, dass es viele Menschen gibt, die solche Kleingeschäfte im Internet als Privatperson durchführen. Schnell kann das wirklich teuer werden, denn das Finanzamt und die Krankenkassen unterstellen zu Recht eine Selbständigkeit bei Geschäften. Dabei ist es egal, ob diese im Internet oder im “richtigen” Leben durchgeführt werden.

Trotzdem ergibt sich für alle, die bereit sind für eine nebenberufliche Sebständigkeit oder eben auch für alle Selbständigen eine Möglichkeit über das Internet Nebeneinkünfte zu generieren. Der nebenberuflich Selbständige wird es aber einfacher haben solche Modelle zu testen, denn der Vollzeit-Selbständige wird sicher immer mehr Zeit in seine Haupttätigkeit stecken wollen.

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Kommentare: 2

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  • Ich denke so etwas ist nur was für Leute, die Spaß am Geldverdienen haben, als Hobby eben. Einen wirklichen Gewinn hat man dabei nicht, denn im Normalfall würde man den zusätzlichen Betrag ja in sein Hobby stecken, hierbei würde das nur zur Folge haben, dass man noch mehr Geld herausholen könnte :)

     
     
     
  • Mein Bekannter betreibt es als Nebenverdient und verdient mit diesen Konzepten ca. 1.000,00€ im Monat. Das reicht natürlich nicht um sein Leben daraus zu finanzieren, aber gerade als nebenberufliche Selbständigkeit ist es doch ein netter Nebenverdienst.

     
     
     
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