Facebook Marketing: Mit der Facebook Seite Kunden gewinnen
Facebook Pages sind der Auftrtt einer Organisation, eines Künstlers oder auch eines Geschäftes oder Ortes innerhalb von Facebook. Eine solche Seite kann man kostenfrei anlegen und verwalten und sie funktionieren ähnlich wie ein ganz normales Profil bei Facebook. Über den “Gefällt mir”-Button können sich interessierte Nutzer mit einer solchen Seite “verbinden” und dann darüber Statusupdates des Unternehmen empfangen. Das ganze wird dann zwischen dem Newsstream der Updates aus der Freundesliste dargestellt.
Aber bringt einem Unternehmen eine solche Seite wirklich etwas und was gilt bei einer Facebook Page zu beachten? Kann man damit Kunden gewinnen? Mit einem Unternehmen aus der Tourismusbranche haben wir den Weg zur Facebook Page gewagt und einige Erfahrungen sammeln können.
1. Einrichtung der eigenen Seite
An die Einrichtung der Facebook Page sind wir ziemlich blauäugig herangegangen, soll heißen, dass wir uns im Vorwege eigentlich gar keine Gedanken gemacht haben, was wir damit bezwecken. Die Seite selbst lässt sich schnell einrichten. Wer eine Seite erstellen möchte, sucht in der Facebook-Suche einfach nach “Seite erstellen” oder nutzt diesen Link: http://www.facebook.com/pages/create.php. Was dann kommt erklärt sich von selbst, oder?
Nach der Eingabe der unternehmensrelevanten Daten ist die Einrichtung der Facebook-Seite dann irgendwann abgeschlossen.
Einzig erwähnenswert würde ich hier das Unternehmenslogo bzw. das Seitenbild sehen. Wenn das Logo nicht direkt “Rechteckausfüllend” ist, dann sollte man, damit das Logo auch in das Design von Facebook passt, das Logo mit weißem Hintergrund vorliegen haben. Facebook erlaubt Dateigrößen bis 4MB und jede Menge Formate. Bis auf den Hintergrund sollte also auch das kein Problem darstellen.
Einen Nutzernamen, der die URL bei Facebook bestimmt (http://www.facebook.com/username) kann man erst wählen, wenn 25 Menschen den Gefällt mir-Button gedrückt haben. Damit wir auch den Benutzernamen schnell erstellt haben, bitten wir also im privaten Profil um die Gefällt mir-Klicks. Je nach Sympathie und Aktivität der eigenen Freundesliste sollte man die notwendige Anzahl dann innerhalb von wenigen Stunden erreicht haben.
Wer die Erstellung einer Facebook Seite noch etwas detaillierter nachlesen möchte, der kann das bei Caschy auf Stadt-Bremerhaven tun.
2. Die Seite steht, aber was jetzt?
Nun haben wir eine Seite, aber irgendwie keine Inhalte. Positiv ist aber trotzdem, dass jetzt mindestens unsere 25 Freunde wissen, dass es unser Unternehmen gibt, wenn Sie es denn nicht schon vorher wussten. Diese 25 Menschen haben vielleicht auch schon andere auf unsere Seite aufmerksam gemacht. Nun müssen Inhalte folgen…
Bei AllFacebook empfiehlt man nun 8 Schritte, die man mit der eigenen Seite gehen sollte. Die ersten 10 Fans, die nicht für das eigene Unternehmen arbeiten und die Vanity-URL (das war das Ding mit dem Benutzernamen) haben wir schon abgeschlossen. 1,5 von 8 Punkten sind erfüllt. Bei den anderen Punkten geht meine eigene Meinung in eine etwas andere Richtung. Meine Top 8 wäre daher eher eine Top 6:
- 25 Freunde finden
- Vanity-URL anmelden also Benutzernamen bestimmen
- Beiträge auf der eigenen Facebook-Seite
- Meilenstein: 100 Fans gewinnen
- Zugriffe auf eigene Webseite, welche von Facebook kommen
- Der erste gemessene Geschäftsabschluss eines Facebookseitenbesuchers
Die eigenen Facebookanwendung und einen Tweet über die Facebook-Seite halte ich für die eigentliche Entwicklung erst einmal für unwichtig. Nachdem wir nun die ersten 2 Punkte abgehackt haben kommen wir also zum ersten Beitrag auf der eigenen Facebook Seite.
Eigene Beiträge auf der Facebook-Seite
Der erste Beitrag in meinem Beispiel war ein Hinweis auf eine Pfingstveranstaltung. Mittlerweile zeigt dieser Beitrag fast 1.000 Impressionen und immerhin ca. 1,00% Feedback an. Aber gibt es für den ersten Beitrag einen Königsweg? Ich glaube nicht… Als Klempner würde ich jetzt nicht unbedingt schreiben: “Hallo Facebook! Bei uns Heizungen gut und günstig warten lassen…” Witzig würde ich allerdings folgendes finden: “Hallo Facebook! Wir lösen eure Verstopfungen…”.
Gut sind dabei sicher solche Beiträge, die nicht direkt als Werbung zu sehen sind. Versuchen Sie mit dem ersten Beitrag, aber auch mit allen folgenden Beiträgen zu informieren und nicht zu verkaufen. Erzählen Sie vielleicht auch mal eine lustige Geschichte aus Ihrem Unternehmen. Dann kommt der Rest von selbst.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, nicht zu oft irgendwelche Beiträge auf der Facebook-Seite zu veröffentlichen. Zu viele Beiträge sorgen für genervte Fans und die blenden dann schnell die Meldungen des Unternehmens aus. Wenn Sie als Faustformel einen Beitrag die Woche nicht überschreiten, dann sind Sie sicher im guten Bereich. Solche Aussagen sind natürlich extrem abhängig von der Art und dem Umfang der Unternehmens.
Wir auf unserem Tourismus-Projekt haben bisher in 3 Monaten ganze 4 eigene Beiträge veröffentlicht, dafür aber fleißig auf die Anfragen auf der Seite reagiert.
Zugriffe auf die eigene Webseite und das erste Geschäft
Zugriffe auf die eigene Webseite generiert man sicher am Besten, indem die veröffentlichten Inhalte auch auf die eigene Webseite verweisen. In unserem ersten Beitrag über die Pfingstveranstaltung verwiesen wir direkt auf die entsprechende Unterseite der Unternehmenswebseite. Das führten wir dann weitestgehend auch bei den anderen Beiträgen so fort.
Auf Seite der Webseite meines Kunden werden die Zugriffe über Google Analytics gemessen. Hier kann man prüfen, über welche Verweiswebseiten die Besucher auf die eigene Webseite gekommen sind. Im Zeitraum seit Erstellung der eigenen Seite kamen 3,23% aller Webseitenbesucher von Facebook. Kein schlechter Wert, wie ich finde.
Mit den Besuchern kommt auch irgendwann das erste Geschäft. Wann das genau kam und welcher Facebook-Benutzer das war, können wir jetzt leider nicht mehr feststellen, aber wir können feststellen, ob einer dieser Facebook-Besucher denn auch zum Kunden geworden ist. Knapp 2,00% aller Facebook-Besucher wurden zu Kunden, das liegt allerdings unter dem Webseitendurchschnitt. Hier könnte man eventuell spezielle Facebook-Landingpages verlinken um die Coversionrate zu erhöhen. Aber immerhin haben wir mit der Facebook-Seite schon Kunden gewonnen, die wir ohne die Seite sehr wahrscheinlich nicht gewonnen hätten.
Zeiteinsatz: Ca. 3-4 Stunden für die Erstellung der Facebook Seite und danach Verwaltungsaufwand von ca. 10 Minuten die Woche. Auch hier gilt zu bedenken: Art und Umfang der eigenen Unternehmung bestimmen sicher auch Art und Umfang des Zeitaufwandes für die eigene Facebook-Seite.
Mein Fazit – Wenig Einsatz, schneller Erfolg
In unserem Beispiel haben wir vielleicht auch zufällig zum richtigen Zeitpunkt den Einstieg bei Facebook gewagt. Die Einrichtung der eigenen Seite war wirklich einfach und schnell erledigt und die ersten Erfolge stellten sich dann schnell ein. Man sollte auf der eigenen Webseite natürlich auch entsprechende Statistikdienste wie Google Analytics einsetzen, damit man diesen potenziellen Erfolg auch messen kann. Wer unsicher ist, kann mich gerne kontaktieren, denn ich berate Sie natürlich gerne.
Laut Facebookbiz ist jeder Facebook-Fan übrigens 20 Klicks auf eine Webseite wert und vielleicht sogar noch mehr. Auch sprechen einige Studien von einem finanziellen Wert von ca. 2,00€ pro Facebook-Fan. Genaue Werte kann ich nicht belegen, aber eines ist für mich klar geworden: Marketing auf Facebook mit der eigenen Facebook-Seite lohnt sich.








Irgendwie blieb bei mir der Erfolg mit der Facebook Fanpage aus. Täglich 400 Besucher und neue Artikel, und gerade mal 8 Likes. Bei Twitter schaut es da besser aus. Woran könnte das liegen?