EU-Kommission kritisiert Glücksspielstaatsvertrag der 15 Bundesländer
Schon seit Tagen gibt es kein anderes Thema mehr mit dem sich die private Glücksspielszene beschäftigt, als dem des wiederum gescheiterten Entwurfs des Glücksspielstaatsvertrages der 15 Bundesländer. Schleswig-Holstein wagte bereits im vergangenen Jahr den Alleingang und konnte die Europäische Kommission davon überzeugen, dass ihr Weg der richtige ist. Daher kam es nicht als Überraschung das diesem sofort zugestimmt wurde.
Ein Unterschied besteht zum Beispiel darin, dass Sportwettenlizenzen im Norden Deutschlands nicht nur auf 20 begrenzt sind, wie es der aktuelle Entwurf vorschlug und Online Casino- sowie Online Pokeranbieter hier erlaubt sind. Das es daher von Seiten der derzeitigen Regierung scharfe Kritik hagelt ist nicht verwunderlich, da der Entwurf nicht mit dem EU-Recht übereinstimmt.
Auch die Vorstände von Betfair und Bwin, die besten Sportwettenanbieter Deutschlands, meldeten sich zu Wort und wiesen darauf hin, dass die angepriesenen Verbesserungswünsche der EU-Kommission eindeutig ignoriert worden sind und ständig darauf gepocht wurde bzw. wird, dass durch Glücksspiele die Sucht gesteigert wird.
Wie nun bekannt wurde, wollen die 15 Bundesländer trotz starker Kritik am derzeitigen Entwurf festhalten und den deutschen Glücksspielstaatsvertrag ab dem 1. Juli 2012 in Kraft treten lassen. Sicherlich wird die Europäische Kommission da noch ein Wörtchen mit zu reden haben.








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