Gehaltsvorstellung – Bewerber sollten ihren Marktwert einschätzen können

Innerhalb eines Bewerbungsprozesses kommen die meisten Bewerber bei der Frage nach den Gehaltsvorstellungen ins Schwitzen. Wer zu wenig verlangt, verkauft sich möglicherweise unter Wert, doch wer zu viel verlangt fliegt möglicherweise direkt auf dem Bewerbungsverfahren. Einen realistischen Marktwert zu beziffern ist nicht einfach und genau deshalb ignorieren viele Bewerber einfach die Bitte nach einem Gehaltswunsch.

Wenn in einer Stellenanzeige ein Gehaltswunsch erbeten wird, dann ist der größte Fehler diese Information nicht zu erbringen. Fehlt diese Information handelt es sich bei den Bewerbungsunterlagen schlicht und einfach um unvollständige Unterlagen. Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch rückt damit dann oft in die Ferne.

Wer unsicher ist, könnte sich defensiv heranwagen und eine Verhandlungsgrundlage schaffen, indem er das aktuelle Gehalt offen darlegt. Besser ist es dennoch sich zu informieren, wer in vergleichbaren Positionen mit vergleichbarer Vorbildung, welches Gehalt erzielt, um daraus eine angemessene Gehaltsforderung zu formulieren.

Die Frage nach dem Gehalt ist auch keine Schande. Ein Bewerber sollte sich irgendwann mit der Frage beschäftigen, was die eigene Arbeitskraft in der anvisierten Branche für das Unternehmen wert sein sollte. Unternehmen, die nicht direkt in der Stellenanzeige nach der Gehaltsvorstellung fragen, werden das spätestens im Vorstellungsgespräch tun.

Realistisch halten die meisten Unternehmen Forderungen, die nicht mehr als 20% von den Vorstellungen des Unternehmens abweichen. Vor allem Ausreißer nach oben sind dann schnelles Ausschlusskriterium, aber auch zu geringe Vorstellungen wirken negativ. Wer seinen Arbeitgeber nur wechseln möchte um sich im Gehalt zu verbessern, der kann natürlich viel lockerer an die Gehaltsverhandlungen rangehen. Studien haben gezeigt, dass zu hohe Forderungen auf der Bewerberseite im Falle einer Einstellung auch zu höheren Gehältern führten. Wer den Job also nicht unbedingt braucht, der sollte ruhig hoch pokern.

Vorsichtig sollte man mit den zahlreichen Angeboten im Internet umgehen. Sogenannte Gehaltsdatenbanken geben teilweise Durchschnittsgehälter verschiedener Berufe wieder. Sie eignen sich vielleicht auch zur ersten Orientierung bei der Suche nach dem eigenen Marktwert, aber letztlich sind die geografische Lage der Unternehmens, Branche und die eigene Vorbildung eben ein Abweichungsfaktor vom Durchschnitt und so wird das eigene Gehalt idealerweise über dem Durchschnitt oder ärgerlicherweise unter dem Durchschnitt angesiedelt sein.

Gute Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen können vielleicht besser helfen. Wer frisch aus dem Studium kommt, der kann sich an der Hochschule oftmals an eine Karriereberatung wenden. Die Damen und Herren dort haben oft gute Kontakte und Erfahrungswerte um bei einigen Positionen genauere Annahmen zu treffen.

 

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Kommentare: 1

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  • Dirk Lickschatt

    Super Artikel! Ich finde ihn echt sehr hilfreich und war mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal bewusst wie wichtig die Frage nach dem Gehalt ist. Danke!

     
     
     
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